Naturerbe.NABU.de Projekte Salziger See

Der Salzige See

Die NABU-Stiftung übernimmt 470 Hektar im Gebiet „Salziger See“

Ein neues NABU-Naturparadies entsteht

Salziger See

Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe und die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH, Niederlassung Halle, haben Anfang Juni die Übertragung von rund 420 Hektar Nationales Naturerbe im Gebiet des Salziger Sees, Landkreis Mansfeld-Südharz, besiegelt. Davon liegen 340 Hektar im Naturschutzgebiet „Salziger See“. Weitere rund 50 Hektar in und am Rande dieses Gebietes erwirbt die NABU-Stiftung von der BVVG zum Verkehrswert. Insgesamt gelangen so rund 470 Hektar in die Obhut der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.

1-lottoscheck3

Lotto-Toto Sachsen-Anhalt fördert den Flächenkauf mit 75.000€

„Mit der Übernahme der BVVG-Flächen können wir am Salzigen See zu unserem 10-jährigem Stiftungsjubiläum ein neues NABU-Naturparadies aufbauen“, freut sich Christian Unselt, Stiftungsvorsitzender der NABU-Stiftung. „Wir erarbeiten jetzt für das Gebiet ein Entwicklungskonzept, das sich rein am Erhalt der beeindruckenden Artenvielfalt ausrichtet. Wir wollen die Seen, Schlammfluren und Schilfröhrichte beruhigen und dauerhaft ungenutzt belassen. Das Feuchtgrünland, die Trockenhänge sowie die Ackerflächen wollen wir über die Verpachtung an einen ökologisch wirtschaftenden Betrieb als Lebensraum erhalten und verbessern.“

Pressemitteilung vom 13. November 2012
Pressemitteilung vom 20. Juni 2012

Der Salzige See

Jubiläumsprojekt der NABU-Stiftung


Einer der artenreichsten Naturräume Mitteldeutschlands liegt bei Eisleben in Sachsen-Anhalt – die Mansfelder Mulde mit ihren Seen, weiten Schilfröhrichten, Binnensalzstellen, blütenreichen Trockenhängen und Landwirtschaftsflächen. Wegen seiner außerordentlich reichen Vogelwelt ist das Areal des Salzigen Sees als Naturschutzgebiet, Europäisches Vogelschutzgebiet und europäisches Fauna-Flora-Habitatgebiet ausgewiesen und unter Ornithologen deutschlandweit bekannt.

Salziger See

Anflug auf das Naturschutzgebiet „Salziger See“, das vielfältige Lebensräume bietet.

Einst war der Salzige See mit rund 875 Hektar das größte Binnengewässer Mitteldeutschlands. Im Zuge eines Großerdfalls versickerte Ende des 19. Jahrhunderts schlagartig der größte Teil des Sees. Das verbleibende Restgewässer wurde zum Schutz des örtlichen Bergbaus trocken gepumpt und die ehemalige Seefläche unter den Pflug genommen. Die heutigen weiten Schilfflächen und Flachgewässer entstanden erst ab 1969, als der Bergbau eingestellt wurde und das Grundwasser wieder anstieg. Damit schütteten auch die Salzquellen wieder stärker aus und erweckten eine der größten Binnensalzstellen Mitteleuropas zu neuem Leben.

Nicht nur bedrohte Vögel, sondern auch seltene und gefährdete Libellen, Heuschrecken, Lurche und Kleinsäuger leben am Salzigen See. Fast ein Drittel der 175 hier krabbelnden Laufkäferarten ist bundesweit gefährdet. Es gibt elf Amphibienarten und 23 Libellenarten, von denen wiederum zehn ums Überleben kämpfen.

Das Who is Who der Vogelwelt

Brachvogel Kiebitz

Brachvögel, Kiebitz und andere Limikolen rasten an den flachen Seen und weiten Schlammflächen.

Ein Besuch am Salzigen See verspricht Spektakuläres. Hier können seltene und hoch attraktive Arten wie Rohr- und Zwergdommel, Rohrweihe, Bartmeise, Schwarzhals- und Rothalstaucher, Blaukehlchen, Bienenfresser und Eisvogel beobachtet werden. 126 Brutvogelarten haben das Gebiet zur Brut entdeckt, darunter viele seltene und bedrohte Vogelarten wie Wachtelkönig, Rot- und Schwarzmilan, Wendehals, Wasserralle, Tüpfelsumpfhuhn, Braun- und Schwarzkehlchen. 100 dieser Arten ziehen hier regelmäßig ihre Küken groß.

Hunderte von Limikolen wie Kiebitz und Flussregenpfeifer, aber auch Bekassine, Rotschenkel und Flussuferläufer machen das Gebiet im Herbst zu einem eindrucksvollen Ausflugsziel. Auch im Winter herrscht reges Leben, wenn nordische Gänse, Enten und Säger auf den Seen überwintern und Bartmeisen in den großen Schilfflächen nach Nahrung suchen.

Botanische Schätze

Deutscher Enzian

Der Deutsche Enzian wächst in den Halbtrockenrasen an den Abhängen des ehemaligen Salzigen Sees.

Für das Gebiet prägend sind die weiten Röhrichte, Riede und extensiven Feuchtwiesen und -weiden, die die Grundlage des Vogelreichtums bilden. Schützenswert sind daneben die salztoleranten einjährigen Uferfluren auf jährlich neu entstehenden Schlammflächen und die Salzwiesen mit Strand-Aster, Gifthahnenfuß, Graugrünem und Rotem Gänsefuß.

Die Trocken- und Halbtrockenrasen an den ehemaligen Ufern, die extensiven Äcker sowie die Ruderalfluren bergen mit Gelbem Günsel, Echtem Erdbeerspinat, Haar-Pfriemengras, Frühlings-Adonisröschen, Odermennig, Kleinem Habichtskraut, Rosenmelde, Zypressenwolfsmilch und Feldmannstreu weitere botanische Schätze. Insgesamt 613 Pflanzenarten wachsen im Gebiet, von denen 102 selten und bedroht sind.

Jubiläumsprojekt

Am 9. April 2012 jährte sich die Gründung der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe als rechtlich selbständige Stiftung zum zehnten Mal. Den Schwung aus diesem Jubiläum nutzte sie für den Aufbau eines neuen NABU-Naturparadieses „Salziger See“. Auf 470 Hektar See, Schilfröhricht, Feuchtwiese, Acker und Trockenhänge wird sie künftig für den Erhalt der beeindruckenden Artenvielfalt sorgen. mehr Mehr zum Flächenkauf am Salzigen See



Vogelvielfalt am Salzigen See

Bilderreise durch ein Naturparadies

Online spenden
Pate werden

 

NABU Regional

NABU Regional

Zentren
Schutzgebiete
Gruppen

 

Service

E-Cards

Versenden Sie ganz persönliche Naturgrüße an Freunde und Bekannte

NABU E-Cards

Podcasts

Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.

NABU Podcast zum Hören

Desktopmotive

Damit Sie die Natur auch bei der Arbeit immer im Blick haben - die NABU-Desktopvorlagen.

NABU-Desktopvorlagen

Verbandsnetz

Das gemeinsame Netzwerk für alle Aktiven in NABU, NAJU und LBV

NABU-Verbandsnetz

 

Naturerbe-Newsletter

<a href=\'http://naturerbe.nabu.de/newsletter/Naturerbe-Nwesletter /a>

Alle drei Monate erscheint der Newsletter auf unserer Homepage oder als Abonnement in Ihrem Posteingang. Mehr