Zwischen Glatthaferwiesen und Wiesenknopf-Ameisenbläuling
„Tag des Schutzgebietsbetreuers“ 2025 in Thüringen
Unsere Schutzgebietsbetreuer zu Besuch im Altenburger Land. - Foto: Simon Grohe
12. August 2025 –Jedes Jahr laden wir unsere ehrenamtlichen Schutzgebietsbetreuer in eines unserer über 400 Stiftungsgebiete ein. In diesem Jahr besuchten wir zwei Gebiete der NABU-Stiftung im Altenburger Land in Thüringen. Nach dem Ankommen und einem gemeinsamen Kaffeetrinken gab es am ersten Tag zwei Fachvorträge: einen zur Mahd als Pflegeform im Naturschutz und einen zum halboffenen Grasland durch extensive Beweidung. Den Abend ließen wir an der Grillstelle mit anregenden Gesprächen ausklingen.
Die Bestände des seltenen Wiesenknopf-Ameisenbläulings fördern wir in der Pleißeaue durch eine angepasste Beweidung. - Foto: Lutz Wolfram
Am nächsten Morgen ging es in die Pleißeaue: Zunächst führte Schutzgebietsbetreuer Thomas Fanghänel über eine rund 20 Hektar große Fläche bei Merlach. Anschließend stellte Nico Kieshauer die rund 70 Hektar großen Pleißewiesen bei Windischleuba vor. Auf beiden Stiftungsflächen wachsen auf fruchtbaren Lehmböden artenreiche Glatthaferwiesen, auf denen auch der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling zuhause ist. Diese stark gefährdete Schmetterlingsart ist auf das Vorkommen des Großen Wiesenknopfs als Wirtspflanze sowie auf bestimmte Ameisenarten angewiesen und reagiert daher sehr empfindlich auf Veränderungen im Lebensraum. Seit über zehn Jahren fördern wir durch eine angepasste Beweidung die Bestände des seltenen Bläulings auf beiden Stiftungsflächen. In der Pleißeaue bei Merlach haben außerdem Amphibientümpel angelegt und alte Drainagen zurückgebaut.
Zum Abschluss kehrten alle gemeinsam im Altenburger Ratskeller am Marktplatz ein, bevor es wieder nach Hause ging. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitwirkenden vor Ort für ihre Unterstützung bei der Organisation. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
Tag des Schutzgebietsbetreuers
Seit 2011 veranstaltet die NABU-Stiftung das jährliche Vernetzungstreffen in einem ihrer Stiftungsgebiete, um sich bei ihren Ehrenamtlichen zu bedanken und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern. So bekommen die Schutzgebietsbetreuer die Möglichkeit, die Vielfalt der NABU-Schutzgebiete und die unterschiedliche Naturschutzarbeit vor Ort kennenzulernen.
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