Mehr Vielfalt rund um die Lieps
NABU-Stiftung erwirbt über 100 Hektar Land bei Neubrandenburg
Mit extensiv genutzten Ackerflächen fördert die NABU-Stiftung Wildkräuter, Insekten und Feldvögel. - Foto: Angelika Fuß
26. November 2025 – Seit 20 Jahren verwandeln wir die Landschaft rund um die Lieps in ein großes Paradies für bedrohte Arten. In Stiftungsobhut lassen wir inzwischen auf über 500 Hektar naturnahe Wälder wachsen, Moorwiesen wiederbeleben sowie Wiesen und Weiden erblühen. Im Sommer 2025 kauften wir weitere rund 106 Hektar Land östlich der Lieps, um dort eine vielfältige Acker- und Wiesenlandschaft zu schaffen. So fördern wir die Rückkehr von Wildkräutern, Insekten und Feldvögeln. Mit diesem Kauf erweiterten wir unseren Schutzschirm deutlich und ließen die zwei Schutzgebiete Nonnenhof und Nonnenbachtal zusammenwachsen, die bisher durch intensiv genutzte Felder bei Usadel getrennt waren.
Der Großteil der neuen Stiftungsflächen bei Usadel besteht aus Ackerland, das bisher konventionell bewirtschaftet wird. Nach Auslaufen des Altpachtvertrages wollen wir rund 30 Hektar in extensiv genutzte Äcker umwandeln, auf denen Wildkräuter durch die lückige Aussaat von Getreide gut wachsen können. Die nährstoffarmen Ackerstandorte planen wir, in wenig genutzte, artenreiche Wiesen und Weiden umzuwandeln. Auf etwa 20 Hektar Grünland, das derzeit durch die intensive Nutzung vor allem von Gräsern dominiert wird, wollen wir Wiesenkräuter aussähen und mit schonender Bewirtschaftung für mehr Blüten- und Insektenvielfalt sorgen.
Erste Erfolge bereits sichtbar
Dank einer schonenden Bewirtschaftung kehrte die Wachtel auf eine Ackerfläche im Naturparadies Nonnenhof zurück. - Foto: Christoph Moning
Für die Arbeiten können wir auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Seit 2022 verwandeln wir im Naturschutzgebiet Nonnenhof ehemalige Äcker durch Selbstbegrünung und Ansaat in Dauergrünland und schaffen so artenreiche Wiesenbiotope. Auf den so begründeten Wiesenflächen blühen inzwischen zahlreiche Wiesenblumen, und mehr Tagfalterarten fühlen sich dort nachweislich wohl als auf den benachbarten Intensiväckern. Auch die naturschutzfachlich angepasste, schonendere Nutzung einer 2023 erworbenen Ackerfläche brachte Erfolge: Ackerwildkräuter kehrten zurück, ebenso Feldlerche und Grauammer. Sogar der Ruf der seltenen Wachtel ist dort wieder zu hören.
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