79 Hektar mehr Wildnis
NABU-Stiftung vergrößert Wildnisgebiet im hessischen Bergland
Urige Buchenwälder prägen das Wildnisgebiet „Westlicher Vogelsberg". - Foto: Klemens Karkow
20. Januar 2026 – Wälder, in denen Bäume alt werden und sich Tiere frei bewegen können, sind in Deutschland selten. Im hessischen Vogelsberg schaffen wir seit fünf Jahren ein großes Wildnisgebiet. So erwarben wir bereits 2020 und 2023 die Nutzungsrechte für rund 400 Hektar im Laubacher Wald und ließen mit angrenzenden Landesflächen eine rund 1.200 Hektar große Waldwildnis entstehen, die sich frei nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln darf. Ende 2025 sicherten wir die Nutzungsrechte für weitere 79 Hektar aus dem gräflichen Waldbesitz von Solms-Laubach, um auch dort die forstwirtschaftliche Nutzung zu beenden. Der Kauf wurde über den vom Bund finanzierten Wildnisfonds gefördert.
Die neuen Waldflächen grenzen direkt am bestehenden Wildnisgebiet „Westlicher Vogelberg“ an und sind von dicht stehenden Buchenwäldern geprägt. Rund 40 Prozent der Buchen sind älter als 140 Jahre und bieten durch das hohe Alter gute Voraussetzungen für eine rasche Wildnisentwicklung. Geschützte Arten wie Bechsteinfledermaus, Schwarzspecht und Mittelspecht haben hier bereits ein Zuhause gefunden. In Obhut der NABU-Stiftung dürfen sich die Buchenbestände ab jetzt ohne forstliche Eingriffe zu „Urwäldern von morgen“ entwickeln. Ein Viertel der Bestände sind junge Fichtenwälder, die sich unter dem Schutz der NABU-Stiftung in klimastabile Laubmischwälder verwandeln dürfen.
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Der Wildnisfonds ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Bundesnaturschutzfonds. Er soll Flächenbesitzer wie Kommunen, Kirchen oder Privatleute unterstützen, die ihre Flächen in eine natürliche Entwicklung überführen möchten. Stiftungen und Naturschutzorganisationen können Wald-, Moor- oder Auenflächen oder das Nutzungsrecht mit Fördergeldern des Wildnisfonds erwerben.
