Ponys ziehen in Beerwalde ein
Weidepflege und neue Kleingewässer für die Artenvielfalt
Shetlandponys weiden aktuell auf der ehemaligen Bergbaufläche in Beerwalde. - Foto: Nico Kiesshauer.
6. Februar 2026 - Die ehemaligen Bergbauflächen bei Beerwalde in Thüringen bieten heute wertvolle Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen. Das etwa acht Hektar große, wiederbegrünte Areal wurde jahrelang mit Schafen und Ziegen in mobilen Zäunen gepflegt. Dadurch wurden bisher nur Teilflächen kurzzeitig und intensiv beweidet. Um die Blühvielfalt zu fördern, ließen die NABU-Stiftung und die Naturforschende Gesellschaft Altenburg 2025 einen festen Zaun errichten. Dadurch können nun Großtiere wie Rinder und Pferde die gesamte Fläche extensiv beweiden.
Derzeit grasen drei lebhafte schwarze Shetlandpony-Hengste auf der Weidefläche. Künftig werden zeitweise auch Rinder und Wasserbüffel hinzukommen. Ihr Verbiss und Tritt schaffen vielfältige Vegetationsstrukturen, während ihr Dung Insekten Nahrung bietet – und damit auch Vögeln, Amphibien und Fledermäusen. Die Beweidung mit Schafen und Ziegen in mobilen Zäunen wird parallel zu den großen Weidetieren fortgeführt.
Neue Kleingewässer für Amphibien und Libellen
Im Herbst 2025 entstanden zudem neue Kleingewässer, die Amphibien, Libellen und weiteren Arten als Rückzugsorte dienen sollen. Wegen der Sanierungsabdeckung der ehemaligen Uranbergbauhalde konnten die Gewässer nicht in den Boden gegraben werden. Stattdessen wurden sie auf den Boden aufgesetzt und mit Sand- und Kies behutsam an das Gelände angebunden. Noch wirken die Strukturen ungewohnt, doch mit dem einsetzenden Bewuchs werden sie sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Ein mobiler Zaun schützt die neuen Kleingewässer.
Ein Blick auf die Shetlandponys und eines der neuen Kleingewässer
Seit einigen Jahren engagiert sich die NABU-Stiftung für den Erhalt von Bergbaufolgelandschaften bei Ronneburg in Thüringen. 2024 erwarb sie ein weiteres etwa zwölf Hektar großes Areal bei Beerwalde, um dieses als artenreiche Weidelandschaft zu bewahren. Mehr →
