In der Sprotteaue entstanden im Herbst 2025 13 neue Kleingewässer für seltene Amphibien wie die Wechselkröte. - Foto: Mathias Schäf
Tümpel für Thüringens bedrohte Amphibien
13 neue Kleingewässer in der Sprotteaue angelegt
16. Februar 2026 - Seit Oktober 2025 bereichern 13 neue Kleingewässer die Stiftungsflächen in der Sprotteaue bei Großstöbnitz in Ostthüringen. Die flachen, temporären Gewässer bieten ideale Bedingungen für Amphibien wie Kreuz- und Wechselkröte. Auch Ringelnattern und zahlreiche Insekten profitieren von den neuen Lebensräumen. Schon im Frühjahr 2026 könnten sich die ersten Tiere in den Tümpeln tummeln.
Die Natura 2000-Station`Auen, Moore, Feuchtgebiete´ hat die Tümpel so gestaltet, dass sie jedes Jahr austrocknen. Dieser natürliche Prozess verhindert, dass sich Fressfeinde wie Fische oder Molche dauerhaft in unseren Kleingewässern ansiedeln. Die Weidetiere auf unseren Flächen werden die Feuchtbereiche frei von Bewuchs halten. Bereits seit 2016 pflegen Wasserbüffel die ehemaligen Ackerflächen in der Sprotteaue und schaffen so eine abwechslungsreiche Weidelandschaft in unserer Obhut.
Neue Lebensräume für die Gelbbauchunke in Rothenstein
Auf Flächen der NABU-Stiftung entstehen neue Lebensräume für die bedrohte Gelbbauchunke. - Foto: Kathy Büscher
Im Herbst 2025 ließ die Natura-2000-Station in Rothenstein zwei Betonbecken ein, um der bedrohten Gelbbauchunke zu helfen. Diese europaweit streng geschützte Art steht in Thüringen kurz vor dem Aussterben. Die Becken sollen vor allem die genetische Erfassung der kleinen Population ermöglichen. Wenn die Becken von den Unken bezogen werden, können sie auch dauerhaft als Laichgewässer verbleiben.
Die Maßnahme ist Teil eines größeren Projekts, das die letzten Vorkommen der Gelbbauchunke rund um Jena vernetzen und langfristig sichern soll.
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