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Naturschutzäcker für bedrohte Arten

Schaffen Sie mit uns blühende Äcker für Artenvielfalt

Der jubelnde Gesang der Feldlerchen war früher weithin über alle Felder und Wiesen zu hören. Auch die Schafstelze war ein häufiger Vogel in blütenreichen Äckern. Flammen-Adonisröschen, Kornrade und Acker-Stiefmütterchen sorgten neben Mohn und Kornblume für farbenprächtige Flächen voller Insekten.

Heute sind die meisten Äcker intensiv genutzte Monokulturen, auf denen Vögel und Insekten keine Lebensgrundlage mehr finden. Doch gemeinsam können wir Äcker wieder erblühen lassen: Mit Ihrer Unterstützung kaufen wir Ackerflächen, auf denen wir anschließend für eine naturschutzgerechte Bewirtschaftung sorgen. So bekommen bedrohte Ackerwildkräuter, Insekten und eine reiche Vogelwelt auf den Flächen der NABU-Stiftung wieder eine Chance.
Jetzt spenden!


5,7 Hektar Acker bei Bralitz sichern

Vögel wie die Feldlerche finden auf Naturschutzäckern ein neues Zuhause. - Foto: Kathy Büscher/NABU Rinteln

Vögel wie die Feldlerche finden auf Naturschutzäckern ein neues Zuhause. - Foto: Kathy Büscher/NABU Rinteln

Am Salzigen See und im Schmoner Busch in Sachsen-Anhalt befinden sich seit Jahren Ackerflächen in Stiftungsbesitz. Wir verpachten sie an ausgewählte Landwirte, die sie nach unseren Naturschutzvorgaben bewirtschaften. Mit deutlich sichtbarem und hörbarem Erfolg für die Natur. Auch im Niederoderbruch in Brandenburg sind wir aktiv und bewahren bereits einige Ackerflächen, auf denen Feldlerche und Schafstelze erfolgreich ihre Jungen aufziehen. Ganz aktuell haben wir die große Chance, unsere Flächen bei Bralitz im Niederoderbruch durch den Kauf von 5,7 Hektar Ackerland zu erweitern. So können wir gemeinsam die Heimat von Feldlerche, Schafstelze und einer vielfältigen Pflanzen- und Insektenwelt sichern.

Für den Kauf der Flächen benötigen wir 72.700 Euro. Lassen Sie uns gemeinsam diesen Acker für die Feldlerche sichern!


So können Sie helfen:

Feldlerche - Foto: Manfred Delpho

250 Euro bewahren 196 Quadratmeter sicheren Lebensraum für die Feldlerche.

250 € spenden
Paar des Kleinen Perlmutterfalters - Foto: Helge May

120 Euro bewahren 94 Quadratmeter für den kleinen Perlmutterfalter und andere Insekten.

120 € spenden
Ackerrand am Biohof Neuenhagen - Foto: Klemens Karkow

50 Euro bewahren 39 Quadratmeter Naturschutzacker mit blumenreichen Feldrändern.

50 € spenden

Für Feldlerche und Co. spenden

Ihre Spende hilft, Ackerflächen zu erwerben und neue Lebensräume für bedrohte Arten zu schaffen!

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Alle Informationen zur sicheren Datenverarbeitung finden Sie in unserem Datenschutzhinweis.



Warum wachsen viele Ackerwildkräuter nur auf Äckern?

Über Jahrhunderte haben sich Ackerwildkräuter an die traditionelle Ackernutzung durch den Menschen angepasst. Viele Arten keimen parallel zu angebauten Kulturpflanzen, sie profitieren vom unbedeckten Boden nach der Aussaat der Feldfrüchte. Die Samen können längere Zeit im Boden überdauern und haben sich an wechselnde Fruchtfolgen angepasst. Viele Arten sind konkurrenzschwach, wachsen aber gut auf nährstoffarmen Standorten mit lichten Stellen am Boden.

Warum sind viele Ackerwildkräuter so stark bedroht?

Die moderne Landwirtschaft verdrängt viele Ackerwildkräuter: Dünger, vereinfachte oder fehlende Fruchtfolgen und tiefe Bodenbearbeitung verändern die Böden und zerstören Samenreserven. Herbizide lassen kaum Ackerwildkräuter aufkommen, und durch die Vergrößerung der Felder verschwinden Ackerränder und Kleinstrukturen.

Besonders nährstoffarme Standorte mit speziell angepassten Wildkrautarten werden aus wirtschaftlichen Gründen aus der Nutzung genommen und wachsen zu, so dass Ackerwildkräuter durch andere Arten verdrängt werden.

Maximal 30 Jahre überdauern die Samen mancher seltener Wildkrautarten im Boden. Auch nach jahrelanger intensiver Nutzung können diese Arten durch eine naturschutzgerechte Umstellung der Nutzung noch gerettet werden.

Wer profitiert von artenreichen Äckern?

Neben vielen blütenreichen Ackerwildkrautarten profitieren viele verschiedene Insekten- und Vogelarten. Die Raupen des Kleinen Perlmutterfalters fressen besonders gerne an Acker-Stiefmütterchen. Auch die Goldene Acht und der Postillion sind Schmetterlinge, die von naturschutzgerecht bewirtschafteten Äckern profitieren. Viele Vogelarten wie zum Beispiel Feldlerche, Schafstelze und Wachtel finden auf naturschutzgerecht genutzten Äckern Lebensraum und ausreichend Nahrung für die Aufzucht ihrer Jungen.

Welche Ziele verfolgt die NABU-Stiftung auf ihren Ackerflächen?

Wir haben verschiedene Zielsetzungen in unseren Projekten. Einige Beispiele:

Im Landgrabental bei Rebelow in Mecklenburg-Vorpommern wandeln wir intensiv bewirtschaftete Äcker in kleinteilige, strukturreiche Acker- und Weidelandschaften um, um seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Feldlerche oder Braunkehlchen Nahrung und Lebensraum zu bieten.

Im Schmoner Busch in Sachsen-Anhalt stehen besonders seltene Ackerwildkräuter wie das Flammen-Adonisröschen und die Ackerröte im Zentrum des Projektes. Diese Arten sind auf kalkhaltige und besonders nährstoffarme Ackerstandorte angewiesen. Eine wirtschaftliche Ackernutzung war hier aufgrund geringer Erträge nicht mehr möglich und die Flächen sind brachgefallen und zugewachsen, so dass Ackerwildkräuter verdrängt wurden. Hier erfolgt nun wieder eine Nutzung, die seltene Wildkräuter fördert.

Auf 50 Hektar Ackerland am Salziger See in Sachsen-Anhalt erproben wir spezielle Maßnahmen, um die Feldlerche während der Brutzeit zu unterstützen: sogenannte „weite Reihen“ im Sommer- und Wintergetreide, mit denen die Brutzahlen der Feldlerche verdoppelt werden konnten.

Kann naturverträgliche Landwirtschaft auch wirtschaftlich tragfähig sein?

Um diese Frage aus der Praxis heraus zu beantworten, engagieren wir uns seit 2022 mit der Biohof Neuenhagen im brandenburgischen Oderbruch. Auf den großflächigen Äckern, die in der Niederung von Röhricht, Weiden und feuchten Brachen begleitet werden, fühlt sich neben Neuntöter, Grauammer und Rohrammer vor allem die Feldlerche sehr wohl. Bereits im ersten Jahr der Umstellung auf Ökolandbau wurden mit sechs Brutpaaren pro zehn Hektar überdurchschnittlich hohe Bestände der Feldlerche nachgewiesen.

  • Spendenkonto

Natürlich können Sie auch direkt per Banküberweisung spenden:

NABU-Stiftung Nationales Naturerbe
SozialBank
IBAN: DE77 3702 0500 0008 1578 04
BIC-Code: BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: Naturschutzäcker

Ihre Spenden sind steuerlich absetzbar. Bei Angabe Ihrer Adresse erhalten Sie von uns ab einem Betrag von zehn Euro automatisch eine Spendenbescheinigung.

Hinweis: Überschüssige Spendenerträge setzen wir für weitere wichtige Naturschutzprojekte der NABU-Stiftung ein.

Mehr Infos

Ackerrand am Biohof Neuenhagen - Foto: Klemens Karkow
Biohof Neuenhagen

In Ostbrandenburg engagiert sich die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe mit einem eigenen Ackerbaubetrieb, der rund 575 Hektar Acker und Grünland bei Neuenhagen ökologisch bewirtschaftet. Auch bedrohte Arten wie Feldlerche und Kiebitz sollen davon profitieren. Mehr →

NABU-Naturparadies im Landgrabental bei Rebelow - Foto: Stefan Schwill
Landgrabental bei Rebelow

Das Landgrabental gehört zu den schönsten Gegenden des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Doch auch hier bedroht die intensive Landnutzung die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Als NABU-Stiftung lassen wir deshalb bei Rebelow ein NABU-Naturparadies entstehen. Mehr →

Das Naturparadies Salziger See - Foto: Lutz Döring
Salziger See

Der Salzige See bei Eisleben beeindruckt durch seine vielfältigen Lebensräume und die außergewöhnlich hohe Artenvielfalt. Über 126 Vogelarten leben hier. Seit 2012 bewahrt die NABU-Stiftung mit 470 Hektar fast das gesamte Naturschutzgebiet. Mehr →

Purpur-Knabenkraut - Foto: Frauke Hennek
Schmoner Busch

Das Naturparadies Schmoner Busch in Sachsen-Anhalt zeichnet sich besonders durch seine wertvolle Pflanzenwelt aus. Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe bewahrt hier rund 50 Hektar Orchideenwiesen, Wälder und wildkrautreiche Äcker. Mehr →

Fragen zum Projekt

Klemens Karkow - Foto: Christiane Winkler
Klemens Karkow
Klemens.Karkow@NABU.de +49 30 235 939 166

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Invalidenstraße 90
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Telefon 030.23 59 39 150 | Fax - 199
naturerbe@NABU.de

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