Flächenkauf im Ruhrgebiet

Naturjuwel im Ruhrgebiet bewahrt

Naturwälder bieten wertvolle Rückzugsorte für viele schützenswerte Arten. Im südlichen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen hat die NABU-Stiftung daher im Februar 2025 rund 15 Hektar reich strukturierten Wald erworben, in dem Waldkauz und Schwarzspecht heimisch sind.

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  • 21.3.2025
  • Nordrhein-Westfalen
  • Lesedauer: 3 Min.
Wald bei Ennepetal
In Ennepetal im südlichen Ruhrgebiet hat die NABU-Stiftung 15 Hektar artenreichen Wald für Waldkauz, Schwarzspecht & Co. erworben.© Foto: Inés Noll/NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

21. März 2025 - In der stark reliefierten Landschaft bei Ennepetal im südlichen Ruhrgebiet erstreckt sich ein vielfältiges Waldmosaik aus mächtigen, alten Buchen, knorrigen Eichen und Inseln mit jungen Baumbeständen. Zwischen den hohen Stämmen leuchtet das dunkle Grün der Stechpalmen, während Heidelbeeren und Draht-Schmiele den Waldboden wie ein dichter Teppich bedecken. Im Norden wird das Gebiet von einem klaren Bach mit Erlen und Hainbuchen eingerahmt. Die alten Bäume ragen wie stille Zeugen der Zeit in die Höhe und bieten zahlreichen Tierarten einen geschützten Lebensraum. Um dieses Naturjuwel dauerhaft zu schützen, erwarb die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe im Februar 15 Hektar mit Hilfe der großzügigen Spende einer naturverbundenen Familie und Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

Geschützte Arten wie der Waldkauz haben in dem strukturreichen Wald in Ennepetal eine Heimat.© Foto: NABU/CEWE/Jens Müller

Lebensraum für Waldkauz und Co.

Viele geschützte Vogelarten nutzen den Wald als Brut- und Nahrungsgebiet, darunter Rotmilan, Mäusebussard, Schwarzspecht, Waldkauz, Grauspecht, Sperber und Hohltaube. Auch Mittelspecht und Kleinspecht wurden bereits als Nahrungsgäste gesichtet. Die zahlreichen Spechthöhlen bieten zudem Unterschlupf für Kleinsäuger und Wildbienen. Dank der unterschiedlichen Alters- und Artenzusammensetzung und des abwechslungsreichen Geländereliefs mit Kuppen und tief eingeschnittenen Bachtälern ist das Gebiet insgesamt sehr strukturreich.

Zur weiteren ökologischen Aufwertung des Waldes werden nicht standortgerechte Fichtenbestände nun schrittweise zu Laubmischwäldern entwickelt und so auch der natürliche Wasserhaushalt gestärkt. Die bereits jetzt naturnahen Waldbereiche hat die NABU-Stiftung mit dem Erwerb sofort in ihre dynamische Entwicklung entlassen, so dass sich der Anteil an Alt- und Totholz und damit die Struktur- und Artenvielfalt weiter erhöhen werden. Ziel ist es, das Ökosystem widerstandsfähiger zu gestalten und damit langfristig zu stärken.

Svenja Schuh
Svenja Schuh
Schutzgebietsmanagement Nordwestdeutschland und Saarland
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Svenja.Schuh@NABU.de