Wertvoller Laubwald im Ruhrgebiet

Naturparadies Ennepetal wächst weiter

In Nordrhein-Westfalen erweiterte die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe zum Jahreswechsel 2025/2026 das Naturparadies Ennepetal um rund 14 Hektar Laubwald. Hier wachsen alte Buchen und Eichen, die wertvollen Lebensraum für seltene Arten bieten und dem Klimawandel trotzen.

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  • 13.2.2026
  • Nordrhein-Westfalen
  • Lesedauer: 1 Min.
Ennepetal
Gemeinsam mit dem NABU Ennepe-Ruhr-Kreis bewahrt die NABU-Stiftung alten, klimastabilen Laubwald im Naturparadies bei Ennepetal.© Foto: Ralf Steiner

13. Februar 2026 - Nordrhein-Westfalen gilt zwar als Industrieland, doch etwa 30 Prozent seiner Fläche sind bewaldet. Die Hitze und Dürre der letzten Jahre setzen auch hier insbesondere Nadelwälder unter Druck und machen sie anfällig für Stürme und den Borkenkäfer. Alte, naturbelassene Laubwälder hingegen trotzen mit ihrer Vielfalt und Anpassungsfähigkeit dem Klimawandel besser. Die NABU-Stiftung arbeitet daher daran, dass der Anteil der naturnahen, klimastabilen Wälder bundesweit steigt.

30 Hektar Wald für die Natur

Seit 2025 schützen wir gemeinsam mit dem NABU Ennepe-Ruhr-Kreis einen wertvollen Laubmischwald bei Ennepetal, der vielen bedrohten Arten als Rückzugsort dient. Anfang 2026 erwarben wir mithilfe von Spenden weitere Laubholzbestände in der unmittelbaren Nachbarschaft und vergrößerten das stiftungseigene Waldparadies auf rund 30 Hektar. Die neuen Flächen bestechen vor allem durch alte Rotbuchen und Traubeneichen sowie vereinzelt Hainbuchen, die im Eigentum der NABU-Stiftung nun sicher vor dem Holzeinschlag sind. Besonders beeindruckend ist der mächtige Buchenbestand mit über 100 Jahre alten Bäumen, die sich mit einer vielfältigen Strauch- und Krautschicht aus Stechpalme, Heidelbeere und Draht-Schmiele abwechseln.

Naturwälder speichern in Bäumen und Totholz große Mengen Kohlenstoff und tragen zum Klimaschutz bei.© Foto: Ralf Steiner

Wälder und Klimaschutz

Mit ihrem dichten Laubdach schaffen naturnahe Laubwälder ein kühleres, feuchteres Mikroklima, speichern Wasser besser und sind aufgrund ihrer tiefen Wurzeln sturmfester. Baumarten wie die Traubeneiche vertragen zudem anhaltende Hitze und Trockenheit gut, was sie widerstandsfähiger macht.

Die Stiftungswälder bei Ennepetal dürfen sich in den kommenden Jahrzehnten ungestört entwickeln. Dabei speichern sie jedes Jahr in Bäumen, Totholz und Waldboden große Mengen Kohlenstoff und leisten so neben ihrem Wert als Lebensraum auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Svenja Schuh
Svenja Schuh
Schutzgebietsmanagement Nordwestdeutschland und Saarland
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Svenja.Schuh@NABU.de