Stiftungswald Gleinsgelesberg
Naturschutz auf der Schwäbischen Alb
Zum Jahreswechsel wurden im NABU-Stiftungswald Gleinsgelesberg in Baden-Württemberg Pflegemaßnahmen zum Schutz von Lichtwaldarten durchgeführt. Davon wird insbesondere der seltene Blauschwarze Eisvogel profitieren.

21. Februar 2025 - Auf der Mittleren Schwäbischen Alb, einer Landschaft, die durch sanfte Hügel, imposante Kalksteinfelsen und ausgedehnte Wacholderheiden geprägt ist, befindet sich das überwiegend bewaldete Stiftungsgebiet Gleinsgelesberg. Besonders artenreich sind die lichten Waldränder mit Wacholderbüschen sowie Roten Heckenkirschen und kleinflächigen Magerrasen, die schützenwerte Tier- und Pflanzenarten wie dem Blauschwarzen Eisvogel Lebensraum bieten. Auf Initiative der Schutzgebietsbetreuerin ließ die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe zum Jahreswechsel Pflegemaßnahmen zum Schutz dieser seltenen Lichtwaldart durchführen. Die Umsetzung übernahm dankenswerterweise die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets „Schwäbische Alb“.
Mehr Raum für den Blauschwarzen Eisvogel
Der Blauschwarze Eisvogel kommt in Deutschland nur noch auf der Schwäbischen Alb vor und hat im Stiftungswald Gleinsgelesberg einen letzten Rückzugsort gefunden. Die Raupen des in Baden-Württemberg stark gefährdeten Schmetterlings brauchen als Futterpflanze gut besonnte Bestände der Roten Heckenkirsche. Um für die Heckenkirsche und damit auch den seltenen Schmetterling mehr Platz und Licht zu schaffen, wurde zum Jahreswechsel ein Waldrand, der vorwiegend von abgängigen Eschen bewachsen war, behutsam ausgelichtet und buchtig geformt. Der so entstandene vielfältige Übergangslebensraum zwischen Wald und Offenland wird auch weiteren lichtliebenden Arten wie der Karthäuser-Nelke zugutekommen.


