Waldkauf auf der Schmidtenhöhe
Neues Schutzgebiet für seltene Waldarten
2025 erwarb die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe mit Unterstützung von Spenden und Fördermitteln 174 Hektar Naturwald bei Koblenz in Rheinland-Pfalz. Hier entsteht nun ein klimaschützender Urwald von morgen und wertvoller Lebensraum für Schwarzspecht und Co.

22. Mai 2025 – Auf der Schmidtenhöhe bei Koblenz bewahrt die NABU-Stiftung gemeinsam mit dem NABU Rheinland-Pfalz bereits eine 235 Hektar große Offenlandschaft, in der Konikpferde und Taurusrinder ganzjährig weiden. Mit ihrem Appetit sorgen sie dafür, dass artenreiche Wiesen und Weiden erhalten bleiben, auf denen beispielsweise Rotmilan und Fledermäuse erfolgreich auf Nahrungssuche gehen können. Direkt an diese abwechslungsreiche Offenlandschaft schließt sich der Lahnberger Wald an, ein naturnaher Laubwald mit alten Bergahornen, Buchen und Eichen. Der strukturreiche Wald bietet für viele Arten wertvolle Rückzugsräume. Schwarzspechte zimmern hier ihre Bruthöhlen, in die anschließend Hohltauben, Fledermäuse und Eichhörnchen als Nachmieter einziehen. Auch der Mittelspecht, der sich besonders gern von holzbewohnenden Insekten ernährt, der Rotmilan und der seltene Wespenbussard haben hier einen sicheren Nistplatz gefunden.

174 Hektar dieses artenreichen Laubmischwaldes konnte die NABU-Stiftung nun erwerben und vollständig schützen. Unter dem Dach der NABU-Stiftung kann sich zukünftig ein „Urwald von morgen“ entwickeln, der ohne forstwirtschaftliche Nutzung in der anwachsenden Holzmasse auch das Klima schützt. Möglich wurde dieser Kauf durch Fördermittel aus dem Programm KlimaWildnis der Bundesregierung sowie durch zahlreiche Spenden. So ist ein zusammenhängendes Schutzgebiet mit mehr als 400 Hektar entstanden, das wertvolle Offenland- und Waldlebensräume miteinander verbindet und damit zum langfristigen Erhalt der biologischen Vielfalt beiträgt.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die den Schutz des Lahnberger Waldes ermöglicht haben!
