Weitere Sanierungen

Neues von der Westerwälder Seenplatte

An der Westerwälder Seenplatte in Rheinland-Pfalz bereiteten wir im Winter 2024/2025 die nächsten wasserbaulichen Arbeiten zum Erhalt der Gewässer vor. Dafür wurden zwei Weiher vollständig abgelassen. Zudem lieferte das damit verbundene Abfischen neue Daten zum Fischbestand.

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  • 19.2.2025
  • Rheinland-Pfalz
  • Lesedauer: 1 Min.
Westerwälder Seen
Der Brinkenweiher wurde im Herbst für Kontroll- und Sanierungsarbeiten vollständig abgelassen.© Foto: Stefan Tannenberg

19. Februar 2025 - Mit dem Wölferlinger Weiher ließ die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe im November den letzten der sieben Westerwälder Seen erstmals seit dem Erwerb 2019 vollständig ab. Außerdem wurde der Brinkenweiher ein zweites Mal abgelassen. Das vollständige Ablassen der Teiche ist notwendig, um die alten wasserbaulichen Anlagen zu kontrollieren und ihren Sanierungsbedarf zu ermitteln. So müssen in den kommenden Jahren an mehreren Weihern die Dämme und weitere Stauanlagenteile saniert werden, um die Westerwälder Seen dauerhaft für Mensch und Natur zu erhalten.

Sanierungsvorbereitungen gestartet

Am Brinkenweiher plant die NABU-Stiftung unter anderem den Neubau des Mönchs und des angeschlossenen Grundablasses, über die der Wasserspiegel des Teiches reguliert wird. Im Januar nutzten wir die seltene Gelegenheit, dass der Teichboden durch den Ablass zugänglich war und ließen die Bodenverhältnisse für die Gründung des neuen Bauwerks untersuchen. In Vorbereitung der Sanierung fand zudem eine Drohnenbefliegung zur 3D-Vermessung des Brinkenweihers und Wölferlinger Weihers statt, um das genaue Stauvolumen der Weiher zu ermitteln.

Neben zahlreichen Bitterlingen (Fisch im Vordergrund) wurden auch viele Blaubandbärblinge im Brinkenweiher entdeckt.© Foto: Stefan Tannenberg

Viele Kleinfische, darunter auch eine invasive Art

Das Abfischen im Herbst lieferte auch einen Einblick in den Fischbestand der Weiher und neue Erkenntnisse über die vorkommenden Fischarten. In dem rund 15 Hektar großen Brinkenweiher wurden mit Moderlieschen und Bitterling zwei Kleinfischarten erfasst, die in Rheinland-Pfalz immer seltener werden. Leider gingen hier und am Wölferlinger Weiher auch viele Blaubandbärblinge ins Netz. Diese aus Asien stammende invasive Kleinfischart bedroht die heimische Unterwasserwelt und wurde 2022 bereits im benachbarten Haidenweiher entdeckt. Ein langes Durchfrieren des Teichbodens in diesem Winter soll helfen, diese invasive Art einzudämmen. Am Haidenweiher hat die NABU-Stiftung damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Inés Noll
Inés Noll
Schutzgebietsmanagement Südwestdeutschland
+49 173 - 62 62 767
Ines.Noll@NABU.de