Naturparadiese in Brandenburg
Der Bärenbusch

Westlich der Stadt Wusterhausen/Dosse im Nordwesten Brandenburgs liegt das 458 Hektar große Naturschutzgebiet Bärenbusch. Durch das Gebiet schlängeln sich die Dosse und die Jäglitz, an denen sich wertvolle Kleingewässer und Feuchtwiesen reihen. Im Zentrum des Bärenbusches liegt der Plänitzer Wald, der Reste von wertvollen Stieleichen- und Hainbuchen beherbergt.
Der Bärenbusch ist Heimat für eine Vielzahl selten gewordener Tiere wie Fledermäuse, Eisvogel und Libellen. Im Feuchtgrünland suchen Weiß- und Schwarzstörche, Kraniche und Kiebitze nach Nahrung. Die benachbarten Erlenbrüche bieten dem Kranich gute Nistmöglichkeiten, während der seltene Schwarzstorch in den Kronen der alten Eichen im Plänitzer Wald Platz und Ruhe zur Jungenaufzucht findet. Die NABU-Stiftung ist seit 2003 aktiv im Bärenbusch. Mittlerweile gehören ihr hier über 160 Hektar.
Entwicklung naturnaher Wälder
Über viele Jahre verwandelte die NABU-Stiftung die noch struktur- und artenarmen Nadelholzforste im Bärenbusch in standorttypische Laubmischwälder um. So wurden Kiefern, Fichten und Lärchen entnommen, um Platz für die nächste Waldgeneration zu schaffen. An einigen Standorten unterstützte die NABU-Stiftung die Entwicklung von Buchenlaubmischwäldern mit Pflanzungen. Dabei erhielt sie 2014 tatkräftige Unterstützung durch den Rotary E-Club Berlin Global, dessen Mitglieder Holzgatter als Schutz für die nächsten Buchenpflanzungen errichteten. 2016 pflanzten zudem Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG Deutschland junge Buchen und Winterlinden im Bärenbusch. Heute dürfen sich die Stiftungswälder im Bärenbusch ohne weitere Pflegeeingriffe zu "Urwäldern von morgen" entwickeln.
Feuchtgrünland für Schwarzstorch, Kiebitz und Co.
In direkter Nachbarschaft zum Stiftungswald befinden sich noch intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen. Früher gab es hier artenreiche Wiesen mit verschiedenen Gräsern und Blumen, auf denen sich Insekten, Bodenbrüter und Kleintiere tummelten. Dank zahlreicher Spenden konnten wir 2013 rund 25 Hektar Ackerland entlang der Jäglitz erwerben. Nach dem Ende der Pachtverträge werden wir den Acker in Grünland umwandeln. Mit der Extensivierung wird aus dem monotonenen Acker ein blumenreiches und von Vogelstimmen erfülltes Naturparadies entstehen, in dem Bodenbrüter wie der Kiebitz sich wohlfühlen.

Bärenbusch
Im Steckbrief erfahren Sie mehr über das brandenburgische Waldgebiet und wie es sich zu einem "Urwald von morgen" entwickeln darf.
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