Naturparadiese in Thüringen
Die Mockernsche Wäldchen

Die Mockernschen Wäldchen im Altenburger Land wurden nie intensiv bewirtschaftet, da sie früher nur den Bauern zur Brennholzgewinnung dienten.
Viele alte, zum Teil hundertjährige Eichen, Bergahorne, Linden und Hainbuchen stehen hier. Die dunklen Höhlen und Nischen der Bäume sind Heimat für die Siebenschläfer, in ihren Kronen brüten Pirol, Gartenrotschwanz und der bedrohte Rotmilan. Im Frühjahr entfaltet sich unter dem Kronendach ein bunter Teppich aus Leberblümchen, Buschwindröschen und Lerchensporn, der nach einigen Wochen mit Maiglöckchen, Salomonsiegel und Aronstab seine Farben wechselt. Wegen ihres Nischen- und Artenreichtums wurden die Wäldchen schon zu DDR-Zeiten als Flächennaturdenkmal ausgewiesen.
Rückzugsort für den Siebenschläfer
Der kleine Hangwald „Punsch“ am rechten Pleißehang steht isoliert zwischen weiten Ackerflächen. Hier können Bäume so alt werden, dass sie über Jahrhunderte hinweg wertvolle Lebensräume schaffen. Dazu gehören Quartiere für zahlreiche Tiere: verschiedene Vogelarten, Fledermäuse und unzählige Insekten, die auf uralte Bäume angewiesen sind. Auch der Siebenschläfer findet in diesen Strukturen ein Zuhause.
NABU-Stiftung aktiv
Seit den 1960er Jahren erfassen Forscher in den Mockernschen Wäldchen die Bestände der Siebenschläfer. Dank eines Spendenaufrufs erwarb die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe 2013 das Modelwitzer Holz, den „Punsch“ und einen weiteren Altholzbestand. So können die Siebenschläfer hier weiterhin ungestört zwischen den Wäldchen pendeln und Winterschlaf halten.
Mockernsche Wäldchen
Im Steckbrief erfahren Sie mehr zu diesem Waldgebiet im Altenburger Land.







