Auenlandschaft bei Farsleben vergrößert

Aus Acker wird Feuchtwiese

In der Ohreniederung bei Farsleben erwarb die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe 2025 rund sechs Hektar Ackerland, aus dem artenreiche Auenwiesen entstehen werden. Wir danken allen, die uns mit ihren Spenden dabei unterstützt haben!

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  • 19.3.2026
  • Sachsen-Anhalt
  • Lesedauer: 1 Min.
Kiebitz
Der seltene Kiebitz ist typischer Bewohner auf offenen Feuchtwiesen und profitiert von wiedervernässten Auenlandschaften.© Foto: Jürgen Podgorski/www.naturgucker.de

19. März 2026 - Über Jahrhunderte wurde die Ohreniederung entwässert, eingedeicht und intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die ursprüngliche Auenlandschaft aus Feucht- und Nasswiesen, Röhrichte und Auwälder verschwand fast vollständig – ebenso wie ihre typischen Bewohner: Kiebitz, Kranich und Großer Brachvogel. In der Moordahlwiese bei Farsleben arbeiten wir mit den örtlichen NABU-Gruppen daran, die Auenwiesen großflächig wiederzubeleben. Stück für Stück kaufen wir als NABU-Stiftung hier Ackerland, um diese in blütenreiche Wiesen umzuwandeln. Die neu erworbenen sechs Hektar bringen uns dem Ziel einer zusammenhängenden Auenlandschaft ein gutes Stück näher.

Mit dem Erwerb beenden wir die intensive Nutzung auf den Flächen. Ab Herbst verwandeln wir das Ackerland durch regionale Saatmischungen, Mahdgutübertragung und eine angepasste Grünlandnutzung Schritt für Schritt in Wiesen, auf denen Weißstorch und Kranich wieder reichlich Nahrung finden. Wenn alle Flächen in Grünland umgewandelt sind, starten wir mit der Wiedervernässung des Grünlands. Heckrinder und Wasserbüffel werden danach für eine schonende Offenhaltung der Moordahlwiesen sorgen. In den kommenden Jahren werden wir weitere Flächen in der Ohreniederung kaufen, damit eine großflächige, lebendige Auenlandschaft entstehen kann. So hoffen wir, dass langfristig auch selten gewordene Arten wie der Kiebitz hier wieder eine Heimat finden.

Herzlichen Dank an alle, die uns mit ihren Spenden beim Ackerkauf in der Ohreniederung unterstützt haben! So können wir hier wieder eine lebendige Auenlandschaft entstehen lassen – als dauerhafte Heimat für viele bedrohte Arten.

Svenja Sammler
Svenja Sammler
Schutzgebietsmanagement Sachsen-Anhalt
0163 - 879 4465
Svenja.Sammler@NABU.de
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