Flächenkauf an Bahntrasse in Brandenburg

Bahn frei für den Neuntöter

Im Nordosten Brandenburgs nutzen viele bedrohte Arten den stillgelegten Bahndamm bei Angermünde als grünen Wanderkorridor. Mit Hilfe von Spenden hat die NABU-Stiftung jetzt ein erstes großes Teilstück der Trasse gekauft und so für immer für die Natur bewahrt.

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  • 6.6.2023
  • Brandenburg
  • Lesedauer: 1 Min.
Neuntöter
Der Neuntöter findet entlang des alten Bahndamms bei Angermünde ideale Lebensbedingungen.© Foto: Ronny Hartwich/www.naturgucker.de

6. Juni 2023 – Züge fahren schon lange nicht mehr auf der Bahnstrecke zwischen Angermünde und Bad Freienwalde. Dafür haben Sand-Strohblume, Berg-Sandglöckchen, Golddistel und viele weitere Pflanzenarten den Bahndamm erobert und in ein grünes Band verwandelt. Das Summen und Brummen von Wildbienen und Hummeln erfüllt die Luft. Selten gewordene Vogelarten wie der Neuntöter verstecken sich in den dichten Schlehen und Heckenrosen entlang des ehemaligen Gleisverlaufs, wo sie sicher ihren Nachwuchs aufziehen. Der 30 Kilometer lange Bahndamm dient Tieren zudem als grüner Wanderkorridor zwischen dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und verschiedenen Vogel- und Naturschutzgebieten.

Hier kann der Neuntöter sich in den dichten Hecken und Gebüschen gut verstecken.© Foto: Studierendenprojekt Lebendige Bahn

20 Hektar entlang der stillgelegten Trasse standen in diesem Frühjahr zum Verkauf und drohten als Lebensraum verloren zu gehen. Denn ein Verkauf an verschiedene private Eigentümer würde die grüne Lebensader aufteilen und zerstören. Mit der Unterstützung von Spenden konnten wir das erste Teilstück im Norden der Trasse in zwei Schritten von 12,7 und 7,3 Hektar kaufen. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, durch die wir diese Lebensader für die Natur retten konnten!

Christian Unselt
Christian Unselt
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Christian.Unselt@NABU.de