Mehr Raum und Ruhe für den Schreiadler
Schreiadler sind in Deutschland vom Aussterben bedroht. Die störungsempfindlichen Greifvögel brüten in alten Laubwäldern und jagen auf wenig genutzten Wiesen. Die letzten etwa 140 Schreiadler-Paare leben nur noch in den dünn besiedelten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Nordbrandenburgs. Um ihre Lebensbedingungen zu verbessern, kaufen wir Wälder und Offenland in ihren Revieren. Mit dem Projekt Gemeinsam für den Schreiadler kombinieren wir zudem langfristige und kurzfristige Schutzmaßnahmen. Denn wo Schreiadler leben, finden auch viele andere seltene Arten einen Lebensraum.
Paradiese für Fledermäuse
Die kleinen Flugkünstler der Nacht werden immer seltener. Quartierverluste, die mühsame Nahrungssuche in einer ausgeräumten Kulturlandschaft, Pestizide und Windkraftanlagen machen ihnen das Leben schwer. Bundesweit bieten unsere NABU-Naturparadiese den Fledermäusen wertvolle Rückzugsorte: Alte Bäume bleiben unversehrt und der Einsatz von Insektiziden und Pestiziden ist untersagt. Insbesondere in Thüringen schützen wir zusammen mit lokalen NABU-Gruppen bekannte Sommer- und Winterquartiere.
Lebensräume aus zweiter Hand bewahren
Stillgelegte Sand- und Kiesgruben bieten gefährdeten Arten wie Kreuzkröte, Kammmolch oder Steinschmätzer wertvolle Ersatzlebensräume. Doch ohne Pflege überwuchern Schilf und Gehölze die Sandböden und Kleingewässer – und mit ihnen schwindet die Artenvielfalt. Bundesweit schützen wir gemeinsam mit Partnern über 20 Grubenlandschaften und sorgen mit verschiedenen Maßnahmen für die Offenhaltung dieser Naturkleinode.
In Thüringen und Brandenburg bewahren wir zudem zwei stillgelegte Bahndämme als sichere Zufluchtsorte und grüne Wanderkorridore für viele bedrohte Arten.














