Renaturierungsprojekt bei Neubrandenburg
Mehr Schwung für den Ziemenbach
In Mecklenburg-Vorpommern erweckt die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe einen Teil des Ziemenbachs zu neuem Leben. Seit Ende Februar 2026 wird der nächste Abschnitt in seine natürliche Form gebracht und ein Laichplatz für das seltene Bachneunauge erneuert.

26. Februar 2026 – In sanften Kurven bahnt sich das Wasser seinen Weg, breitet sich an einigen Stellen in den Erlenbruchwald aus und schafft neuen Lebensraum für Fische, Insekten und andere Wassertiere. Seit der Renaturierung vor einem Jahr hat der begradigte Ziemenbach auf den ersten 250 Metern seine natürliche Form zurückgewonnen. Seit Ende Februar arbeiten wir an dem nächsten 100 Meter langen Abschnitt: Wir setzen Totholz abwechselnd von beiden Seiten in das Bachbett ein, flachen die steilen Uferkanten ab und heben mit Kies und organischem Material das Gewässerbett an. So kann der Ziemenbach aus seinem geraden Bett ausbrechen und seinen natürlichen Verlauf finden. Durch die Anhebung des Bachbetts steigt zudem der Wasserstand auf den angrenzenden Moorflächen.
Neue Laichplätze für Bachneunaugen
Auch das seltene Bachneunauge, eine fischähnliche Art, profitiert von der Renaturierung. In dem begradigten und vertieften Bach finden die Tiere noch wenige geeignete Laichplätze, da sie ihre Eier nur in flachen, strömungsreichen Bereichen ablegen. Zum Schutz der Art werden immer nur kleine Abschnitte des Ziemenbachs renaturiert und ein Teil der Tiere vorher abgefischt. Zusätzlich haben wir neue Laichplätze im Bachbett geschaffen, die die Neunaugen bereits nach kurzer Zeit angenommen haben. In diesem Jahr werden wir außerdem einen alten, vom Biber angestauten Laichplatz wieder nutzbar machen, indem wir das Bachbett mit dem Einbau von Substraten wie Kies anheben.


