Schreiadlerschutz

Ruhigere Wälder für Schreiadlerfamilien

Das Griever Holz gehört mit seinen alten Buchen und Erlenbrüchen zu den schönsten Waldgebieten in Mecklenburg-Vorpommern. Im Frühjahr 2026 erwarben wir mit Fördergeldern weitere rund neun Hektar Wald. Das hilft auch dem seltenen Schreiadler.

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  • 28.5.2026
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Lesedauer: 2 Min.
Schreiadlerfamilie am Horst
Im Naturschutzgebiet „Griever Holz“ bewahrt die NABU-Stiftung ungestörte Naturwälder für ein Schreiadlerpaar.© Foto: NABU/ Thomas Krumenacker

28. Mai 2026 – Der Schreiadler reagiert äußerst empfindlich auf Störungen. Daher braucht er naturnahe Laubwälder, in denen er seinen Nachwuchs ungestört großzieht, und wenig genutzte Wiesen zum Jagen. In Deutschland leben nur noch etwa 130 Paare, vor allem in dünn besiedelten Regionen Nordostdeutschlands. Dort kaufen wir als NABU-Stiftung Nationales Naturerbe Wälder und Offenland, um ihren Lebensraum zu schützen.

Im Verbundprojekt „Gemeinsam für den Schreiadler“ verbessern wir mit gezielten Maßnahmen die Lebensbedingungen für Schreiadlerfamilien. Im Naturschutzgebiet „Griever Holz“ erwarben wir nun rund neun Hektar Wald und erweiterten unseren Schutzschirm auf über 130 Hektar. Die wertvollen Bestände aus Rotbuchen, Eichen, Erlen und Hainbuchen nehmen wir aus der Holznutzung und überlassen sie der Natur. So können der Schreiadler und andere störungsempfindliche Arten wie der Schwarzstorch künftig noch ungestörter brüten.

Ihre Ansprechpartnerin

Angelika Fuß
Angelika Fuß
Schutzgebietsmanagement Mecklenburg-Vorpommern, Artenhilfsprojekt Schreiadler
0151- 54 78 00 02
Angelika.Fuss@NABU.de
BMUKN und BfN-Logo
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„Gemeinsam für den Schreiadler“ ist ein Verbundprojekt der Deutschen Wildtier Stiftung, der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe und der Stiftung Umwelt und Naturschutz in M-V. In den Jahren 2024 bis 2028 werden im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms (nAHP) Maßnahmen zum Schutz des Schreiadlers umgesetzt. Die Verbundpartner werten Brut- und Nahrungsgebiete der Schreiadler in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf und organisieren kurzfristig wirkende Maßnahmen zur Erhöhung des Bruterfolgs der Art. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).