Pflegeeinsatz für seltene Tagfalter
Samtfalter und Co. sagen Danke
Im Naturparadies Grünhaus in Südbrandenburg engagierten sich Freiwillige Anfang November für den Erhalt einer wertvollen Trockenrasenfläche. Der Pflegeeinsatz hilft seltenen Schmetterlingsarten, Sandstrohblumen und sogar dem Kranich.

13. November 2025 – Der Eisenfarbige Samtfalter hat sehr spezielle Ansprüche an seinen Lebensraum und bevorzugt offene und trockenwarme Sandflächen, die oft zwischen lichten Kiefernwäldern liegen. In Bergbaufolgelandschaften wie im NABU-Naturparadies Grünhaus findet der stark gefährdete Schmetterling noch solche seltenen Rückzugsorte. Damit das so bleibt, trafen sich Anfang November Ehrenamtliche des NABU Regionalverband Finsterwalde auf einem Trockenrasen im Nordwesten des Naturparadieses. Mit Astscheren entfernten sie junge Kiefern und schafften das Schnittgut in Säcken und auf Planen von der Fläche. Der Arbeitseinsatz wurde auch von Freiwilligen der Wolfgang und Regina Böllhoff Stiftung unterstützt, die im Rahmen von Patenschaften jungen Menschen auf ihrem Bildungsweg hilft.

Großer Artenreichtum auf 20 Hektar
Nach dem Ende des Bergbaus entwickelte sich auf der rund 20 Hektar großen Fläche durch Rekultivierungsmaßnahmen ein wertvoller Trockenrasen. Alle drei Jahre wird der Kiefernaufwuchs entfernt, um die Fläche als Kompensationsmaßnahme für einen benachbarten Solarpark zu erhalten. Heute wachsen hier seltene Gräser und Blütenpflanzen wie Silbergras, Karthäusernelke und Sandstrohblume, von deren Vorkommen zahlreiche Insekten- und Spinnenarten profitieren. So ernährt sich die Raupe des seltenen Eisenfarbigen Samtfalters (Hipparchia statilinus) fast ausschließlich vom Silbergras. Auch bedrohte Vogelarten wie Feldlerche, Grauammer und Wiedehopf fühlen sich hier wohl. Während des Vogelzugs nutzen Kraniche das Offenland auch als Sammelplatz.
