Naturparadiese in Niedersachsen

Die Sandgruben im Öring

Die Sandgruben im Öring bilden eine kleine Naturoase im Wendland, wo Sandrohböden und Magerrasen in der intensiven Agrarlandschaft selten geworden sind. Die NABU-Stiftung bewahrt hier 16,46 Hektar für viele Spezialisten der Tier- und Pflanzenwelt.
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Die Sandgruben im Öring
Die vom Menschen geschaffenen Sandgruben stellen Ersatzlebensräume für fehlende natürliche Auenbiotope dar.© Foto: Bianca Michaelis/NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

Im niedersächsischen Wendland in der Nähe der Gemeinden Lübbow und Woltersdorf befinden sich auf dem flachen Höhenzug Öring drei Bodenabbaustellen, die seit mehreren Jahren stillgelegt sind. Die Sandgruben bieten heute in der intensiv genutzten Agrarlandschaft des Wendlands wertvolle Ersatzlebensräume. Offene Sandflächen, Magerrasen, Ackerbrachen und Kleingewässer schaffen eine beeindruckende Vielfalt an Strukturen. Ohne Pflege würden diese offenen Bereiche jedoch schnell zuwachsen – umso wichtiger ist ihre gezielte Erhaltung.

Vielfältige Tierwelt

Die Sandgruben zählen zu den artenreichsten Lebensräumen der Region. In den flachen, teils verlandeten Gewässern laichen Laubfrosch, Kammmolch sowie Kreuz- und Knoblauchkröte. Mindestens 50 Brutvogelarten, darunter Flussregenpfeifer, Drosselrohrsänger und Teichrohrsänger, wurden hier nachgewiesen. Auch Rebhuhn, Braunkehlchen und Grauammer profitieren von den offenen Strukturen. Steilwände, Totholz und kleine Hügel bieten Wildbienen, Uferschwalben und Eidechsen wertvolle Nist- und Sonnenplätze.

NABU-Stiftung und NABU aktiv

Die NABU-Stiftung schützt mittlerweile 16,46 Hektar der Sandgruben im Öring und sichert so langfristig einen der bedeutendsten Rückzugsräume im Wendland. Um die offenen Sandflächen zu bewahren, setzt die NABU-Kreisgruppe Lüchow-Dannenberg ein Pflegekonzept um. Sie legt Rohbodenbereiche frei, hält Kleingewässer offen und sichert wichtige Strukturen, um so die fehlende natürliche Dynamik der Flussauen zu ersetzen. Die beim früheren Sandabbau entstandenen Hügel, Wälle und Steilwände bleiben erhalten und werden bei Erdarbeiten durch neue Geländeformen ergänzt. Regelmäßiger Rückschnitt von Weidengebüschen sorgt dafür, dass besonnte Uferzonen als Laichplätze für Amphibien erhalten bleiben.

Sandgruben im Öring

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Im Steckbrief erfahren Sie mehr über das Gebiet und seine offenen Sandflächen, Magerrasen und Gewässer.

Simon Grohe
Simon Grohe
Schutzgebietsmanagement Brandenburg
030 - 235 939 171
Simon.Grohe@NABU.de

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