Naturparadiese in Niedersachsen
Die Esterauniederung

Die Esterauniederung im Landkreis Uelzen erstreckt sich entlang des gleichnamigen Fließgewässers und ist durch hohe Grundwasserstände geprägt. Im Lauf der Jahre entstand hier eine vielfältige Kulturlandschaft, die jedoch zunehmend durch intensive landwirtschaftliche Nutzung unter Druck gerät. Vor allem die Umwandlung von Feuchtwiesen in Ackerflächen bedroht wertvolle Lebensräume. Dagegen setzen sich die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe und der NABU Uelzen ein. Sie schützen die Niederung und fördern eine schonende Nutzung der Flächen.
Erhalt der Feuchtwiesen durch extensive Beweidung
Die Feuchtwiesen bieten zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause: Kiebitz, Braunkehlchen und Bekassine brüten hier, Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und die gefährdete Kreuzkröte finden Lebensraum. Auch Fischotter nutzen die Esterau gelegentlich als Wanderkorridor. Typisch für die Niederung sind artenreiche Wiesen, Röhrichte und Seggenriede, in denen Pflanzen wie das Sumpf-Blutauge gedeihen. Um diese Vielfalt zu sichern, grasen Rinder auf Teilen der Flächen. Sie halten die Wiesen offen und schaffen strukturreiche Lebensräume, in denen Tiere und Pflanzen langfristig überleben.
NABU-Stiftung aktiv
2011 konnte die NABU-Stiftung dank Spenden zwei aneinander angrenzende Grundstücke mit insgesamt 2,8 Hektar in der Esterauniederung erwerben. Damit verband sie zentrale Bereiche des Schutzgebiets.
2013 wurde ein zuvor stark begradigter Abschnitt der Esterau durch einen neu angelegten, geschwungenen Bachlauf ersetzt. Der Fluss fließt seither wieder naturnah und bietet Lebensraum für typische Wasserpflanzen und Fischarten wie die Bachforelle.
Die Flächen sind Teil des Beweidungskonzepts Erlebnisraum Esterauniederung des NABU Uelzen. Bis 2024 pflegten Dexter-Rinder und Dülmener Pferde die Wiesen. Seitdem grast hier Harzer Rotes Höhenvieh, eine der ältesten und ursprünglichsten Nutztierrassen.
Die NABU-Stiftung treibt die Entwicklung in der Esterau weiter voran. 2026 erwarben wir knapp vier weitere Hektar und planen, uns hier langfristig dem Schutz von Amphibien und Gewässern zu widmen.
Esterauniederung
Im Steckbrief erfahren Sie mehr über die Wiesenlandschaft der Esterauniederung.








