Moorprojekt an den Krayner Teichen

Happy End für die Mooswiese

Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe bereitet seit vielen Jahren die Wiederbelebung von trockengelegten Mooren an den Krayner Teichen in Brandenburg vor. Im Herbst 2025 gelang es ihr, mit Grabenverschlüssen zwei Moorsenken zu vernässen.

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  • 17.12.2025
  • Brandenburg
  • Lesedauer: 1 Min.
Krayner Teiche Lutzketal
Mooswiese bei den Krayner Teichen.© Foto: Johanna Tiefenbacher/NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

17. Dezember 2025 – Naturnahe Wälder, artenreiche Gewässer sowie Feucht- und Moorwiesen machen das Naturschutzgebiet "Krayner Teiche/Lutzketal" zu einem besonderen Naturparadies. Doch auch hier ist die Welt nicht ganz in Ordnung. Eingebettet in die weiten Wälder liegen kleine Moore in Senkenlagen. Ein ausgedehntes Grabensystem entwässert die Moore, um sie landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Dadurch trocknen die Torfböden aus und moortypische Lebensräume gehen verloren. Außerdem entweichen aus den trockenen Torfen große Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Seit über zehn Jahren arbeiten wir daher an der Wiederbelebung von zwei miteinander verbundenen Moorsenken. Dafür erwarben wir Stück für Stück die Wiesen und angrenzenden Wälder, unterstützt durch Spenden. Mit dem Verschluss von zwei Entwässerungsgräben ist es uns nun gelungen, die rund 5 Hektar große Mooswiese sowie zwei Hektar Feuchtwiese im Hirschgrund wiederzuvernässen. Die Maßnahmen wurden mit Mitteln des NABU-Moorschutzfonds ermöglicht.

Damit die Mooswiese im Gebiet der Krayner Teiche wieder nass wird, ließ die NABU-Stiftung einen Graben verschließen, der die Moorfläche entwässerte.© Foto: Svenja Schuh//NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

Der Biber zeigt, wie es geht

Die Mooswiese wird seit vielen Jahren nicht mehr landwirtschaftlich bewirtschaftet – wohl auch, weil der Biber hier aktiv war. Er baute einen Damm am Ablauf des Entwässerungsgrabens und setzte einen Teil der Mooswiese unter Wasser. Inzwischen ist der Biber weitergezogen und sein Bauwerk durchlässig geworden. Es musste eine langfristige Lösung gefunden werden, um das Wasser in den Niedermooren zu halten. Die Wiedervernässung war zum Glück unkompliziert, da nur der Hauptentwässerungsgraben zu verschließen war. Durch eine Grabenplombe aus Lehm kann das Regenwasser jetzt nicht mehr ablaufen.

Unser Ziel ist es, dass der Wasserstand der Mooswiese langfristig wieder so hoch wird, dass der im Moorboden gespeicherte Kohlenstoff gebunden bleibt. Auch moortypische Pflanzen wie Torfmoose und Wollgräser, die hier in Restbeständen noch vorkommen, profitieren von der Wiedervernässung. Auf den nassen Wiesen im Hirschgrund, einer an die Mooswiese angeschlossenen Moorsenke, entsteht mit offenen Wasserstellen zudem neuer Lebensraum für Libellen und Amphibien. Zur Unterstützung der nassen Lebensräume in Zeiten des Klimawandels haben wir bereits in den Vorjahren die umgebenden Nadelforsten mit einer Durchforstung und dem Pflanzen von Laubbäumen so umgebaut, dass sich wieder verstärkt neues Grundwasser im Gebiet bilden kann.

Der Biber ist in den Krayner Teichen aktiv.© Foto: Foto: Jan Piecha
Dorothea Renken
Dorothea Renken
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