Naturparadiese in Brandenburg
Krayner Teiche und Lutzketal

Das Lutzketal ist ein Kerbtal mit steilen Hängen, Quellen und natürlicher Bewaldung. Ein Fließgewässer mit natürlichen Bachmäandern schlängelt sich durch die Talsohle. Die Krayner Teiche wurden bereits um 1870 zur Fischerei angelegt und gliedern sich heute in einen reichhaltigen Lebensraum mit artenreichen Feuchtwiesen, Bruchwäldern und Flachmooren ein. Weiterhin befinden sich im Gebiet Heideflächen und Trockenrasen. Gesäumt wird das Gebiet von Wäldern, die sich in Teilen bereits naturnah entwickeln dürfen, in weiten Bereichen aber noch aus Kiefernforsten bestehen. Die hohe Vielfalt an Lebensräumen bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Lebensgrundlage. Fischotter und Biber fühlen sich in den Gewässern wohl. Eisvogel, Zwergtaucher und Kranich ziehen hier ihre Jungen groß und auch der Baumfalke geht in der abwechslungsreichen Landschaft auf Jagd.
Naturnahe Wälder und Moore entstehen lassen
Seit 2004 setzen wir uns als NABU-Stiftung für den Schutz dieses Gebietes und seiner Bewohner ein. Wir übernahmen zunächst Forstflächen aus dem Eigentum des Bundes und vergrößern seither das Stiftungsgebiet Flurstück für Flurstück. So befinden sich mittlerweile 145 Hektar dieses Naturparadieses in der Obhut der NABU-Stiftung. In den artenarmen Kiefernbeständen beschleunigen wir den ökologischen Waldwandel durch Auflichtungen. Mehr Licht und Wasser auf dem Boden fördert die natürliche Verjüngung von Eichen, Ahorn und Linden.
2015 ließen wir zum Ausgleich des geringen Samenpotenzials der Region auf 15 Hektar tausende Winterlinden, Traubeneichen und Hainbuchen pflanzen und sicherten sie durch Zäune vor dem Verbiss des Wildes. So lassen wir langfristig artenreiche Eichenmischwälder entstehen, die wir ganz der Urwaldentwicklung übergeben. In den kommenden Jahren wollen wir weitere Flächen in Stiftungsobhut nehmen. So können wir weitere Kiefernmonokulturen zu Urwäldern entwickeln und Lebensraum für Schwarzspecht und Waldkauz schaffen.
Neben den weitläufigen Wäldern ist das Naturschutzgebiet auch durch einzelne Moore geprägt, die noch über alte Grabensysteme entwässert werden. Seit 2021 erwerben wir Wiesen sowie angrenzende Waldflächen, um zwei Moorsenken wiederzuvernässen. Der Biber machte hier den ersten Schritt und baute einen Damm am Ablauf des Entwässerungsgrabens, wodurch ein Teil der Mooswiese unter Wasser gesetzt wurde. Inzwischen ist er weitergezogen und die NABU-Stiftung hat 2025 für eine langfristige Lösung gesorgt. Sie ließ die Hauptentwässerungsgräben durch eine Grabenplombe aus Lehm verschließen, sodass das Regenwasser nicht mehr ablaufen kann.
Krayner Teiche und Lutzketal
Im Steckbrief erfahren Sie mehr zu diesem strukturell vielfältigen Gebiet mit seinen trockenen und feuchten Lebensräumen.










