Naturschutzland im Nonnenhof gesichert

Tausche Acker gegen Naturschutzland

In Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe seit vielen Jahren im Naturschutzgebiet „Nonnenhof“. Im Mai 2023 konnte sie große Lücken im Stiftungsgebiet mit einem Flächentausch schließen und weiteres Naturschutzland bewahren.

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  • 9.6.2023
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Lesedauer: 3 Min.
Nonnenhof
Neben Acker- und Grünland konnte die NABU-Stiftung angrenzende Wälder am Ostufer der Lieps in ihre Obhut nehmen.© Foto: Klemens Karkow/NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

9. Juni 2023 – Naturnahe Wälder, Moore sowie blütenreiche Feuchtwiesen und Trockenrasen zeichnen das Naturparadies Nonnenhof mit dem zentral gelegenen See „Lieps“ aus. Seit vielen Jahren engagieren wir uns als NABU-Stiftung in dem rund 1.000 Hektar großen Naturschutzgebiet bei Neubrandenburg, in dem wir Moore wiederbeleben, Äcker in Insektenparadiese verwandeln und Wiesen vor der Verbuschung retten. Mitte Mai nahm die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe rund 24 Hektar Acker, Grünland und brachgefallene Wiesen in Obhut, die sie gegen eine Ackerfläche außerhalb des Naturschutzgebiets eintauschen konnte. Zusätzlich erwarben wir rund zehn Hektar Wald mit Hilfe von Spenden über den 24guteTaten-Adventskalender und einer Nachlassspende eines Naturfreundes.

Neues Land für Braunkehlchen und Co.

Mit den Tauschflächen können wir Lücken zwischen den Stiftungsflächen am Ostufer der Lieps schließen und großflächige Lebensräume für Braunkehlchen und Heidelerche entstehen lassen. So werden wir die bestehende Beweidung mit Schafen auf die neuen Flächen ausweiten, um weitere blüten- und insektenreiche Wiesen zu schaffen. Zudem übernahmen wir zwei brachgefallene Trockenrasen, die im Herbst mit einer Förderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern von Gehölzen und Büschen befreit werden. Das rund zwölf Hektar große Ackerland wollen wir in den kommenden Jahren in artenreiche Wiesen und Weiden umwandeln.

Mit dem Tausch rettete die NABU-Stiftung auch eine Orchideenwiese, auf der das Breitblättrige Knabenkraut wächst.© Foto: Klemens Karkow/NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

Mit dem Tausch konnten wir auch eine wertvolle Orchideenwiese retten, die zum Teil mit Röhrichten zugewachsen ist. Diese werden wir künftig naturschutzfachlich entwickeln, sodass das Breitblättrige Knabenkraut, die Kuckucks-Lichtnelke, der Schlangenknöterich und viele weitere seltene Feuchtwiesenpflanzen wieder ausreichend Platz zum Wachsen finden. Den erworbenen Erlenbruchwald haben wir bereits aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen, um hier einen „Urwald von morgen“ entstehen zu lassen. Davon profitieren Spechte, Fledermäuse und viele weitere auf Wald angewiesene Arten.

Angelika Fuß
Angelika Fuß
Schutzgebietsmanagement Mecklenburg-Vorpommern, Artenhilfsprojekt Schreiadler
0151- 54 78 00 02
Angelika.Fuss@NABU.de