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Unscheinbar und extrem selten

Der Steinschmätzer im Naturparadies Grünhaus

Im Naturparadies Grünhaus in Südbrandenburg zieht der Steinschmätzer seine Jungen unter idealen Bedingungen groß. Bis zu 20 Brutpaare leben in dem ehemaligen Tagebaugebiet. Ab April kann man den seltenen Brachebewohner dort gut beobachten.

Steinschmätzer-Paare finden im Naturparadies Grünhaus ideale Nahrungs- und Brutbedingungen. - Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

Steinschmätzer-Paare finden im Naturparadies Grünhaus ideale Nahrungs- und Brutbedingungen. - Foto: Frank Leo/fokus-natur.de

29. April 2026 – Mit seinem grauen und beigefarbenen Gefieder ist der Steinschmätzer im steinigen Gelände gut getarnt und nicht so leicht zu entdecken. Eindeutig erkennt man ihn an seiner schwarzen Augenmaske und am auffallend weißen Bürzel. Mit etwas Glück kann man die seltene Art ab April im Naturparadies Grünhaus auf den kargen Rohböden oder den großen Findlingen beobachten. Seit über 20 Jahren bewahren wir als NABU-Stiftung Nationales Naturerbe die 2.200 Hektar große Wildnislandschaft als wichtigen Rückzugsraum für seltene Arten wie den Steinschmätzer.


Brachebewohner fehlt Lebensraum

Der Steinschmätzer ist gut an offenes, steiniges Gelände angepasst. - Foto: Dirk Donner

Der Steinschmätzer ist gut an offenes, steiniges Gelände angepasst. - Foto: Dirk Donner

Der Steinschmätzer ist sehr genügsam und bevorzugt als typischer Brachebewohner Gebiete mit karger Vegetation: Steinbrüche, Sandheiden oder felsige Hochgebirge. Noch in den 1950er-Jahren war der Steinschmätzer in Deutschland häufiger anzutreffen. Heute ist er vom Aussterben bedroht, weil geeignetes Offenland fehlt. So wachsen nährstoffarme Sandheiden durch Stickstoffeinträge aus der Luft zu. Brache- und Abbauflächen gehen durch Sanierung und Bebauung wieder verloren.


Häufiger Brutvogel in Grünhaus

In Grünhaus fühlt sich der Steinschmätzer auf den weiten Sandflächen entlang der Tagebauseen oder im Mainzer Land sehr wohl. Pflanzen besiedeln die sauren Sandböden nur sehr langsam wieder. Davon profitieren viele Insekten und Offenlandarten wie der Steinschmätzer. Jedes Jahr brüten 15 bis 20 Paare in Grünhaus. Sie nisten zum Beispiel in Erosionsrinnen, die durch Regen in Steilböschungen entstanden sind. Sie nutzen auch verlassene Bruthöhlen, die Uferschwalben in den langgestreckten Sandhalden an den Grünhauser Seen angelegt haben. Gut beobachten kann man Steinschmätzer in Grünhaus, wenn sie an erhöhten Stellen sitzen, etwa auf Geländerippen oder Findlingen. Dort wippen sie lebhaft, singen oder halten nach Insekten Ausschau.



  • An den Grünhauser Seen nutzen Steinschmätzer die langgestreckten Steilböschungen zum Brüten. - Foto: Stefan Schwill

  • Im Mainzer Land, dem östlichen Teil von Grünhaus, zeigen sich Steinschmätzer gerne auf Findlingshaufen. - Foto: Klemens Karkow

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