Naturparadiese in Mecklenburg-Vorpommern

Das Peenetal

Zwischen dem Kummerower See und Anklam liegt das Flusstalmoor der Peene, einer der größten zusammenhängenden Moorkomplexe dieser Art. Die NABU-Stiftung sichert über 1.300 Hektar dieses weitgehend ungestörten Lebensraums für Fischotter, Bekassine & Schreiadler.
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Panoramabild eines Gewässers im Peenetal
Das Flusstalmoor der Peene bietet vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.© Foto: Stefan Schwill/NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

Das Wasserregime entlang der Peene ist noch weitgehend ungestört. So haben sich hier viele natürliche und naturnahe Lebensräumen erhalten, in denen eine Vielzahl an besonders geschützter und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten leben. Seit 2012 bewahrt die NABU-Stiftung diese wertvollen Moor- und Waldflächen entlang der Peene für die Natur. Dabei richtet sie ihr Flächenmanagement ganz auf den Erhalt dieser Lebensräume und den Schutz von seltenen Arten wie Fischotter, Biber, Bekassine, See- und Schreiadler, Korn- und Wiesenweihe, Trollblume, Mehlprimel und verschiedene Orchideenarten aus.

Rückzugsort für bedrohte Arten

Auf unseren Stiftungsflächen entlang der Peene brüten noch bedrohte Vogelarten wie Braunkehlchen, Kiebitz, Bekassine oder Feldlerche - ein schöner Lohn unserer täglichen Naturschutzarbeit. Auf unseren Nachbarflächen zeigen sich jedoch oft genug die Folgen konventioneller Landnutzung: Eine zu frühe Mahd stört die Brut der sensiblen Wiesenvögel. Brachliegende Wiesen verbuschen und gehen als Lebensraum für unzählige Pflanzen- und Tierarten vollkommen verloren. Auf konventionell genutzten Feldern gefährden Kunstdünger, Insektengift und Pflanzenschutzmittel die Nahrungsvielfalt unserer Vögel.

Das Vogelparadies wächst

Um den sicheren Rückzugsort für unsere Wiesenvögel zu vergrößern, kaufen wir weitere Flächen entlang der Peene. Im Jahr 2015 hat die NABU-Stiftung rund 77 Hektar Acker- und Grünlandflächen bei Quilow erworben und damit die Voraussetzungen für ein ganzjähriges Beweidungsprojekt geschaffen, das künftig optimale Bedingungen für unsere sensiblen Wiesenvögel schaffen wird. Auf diese Weise bieten wir Wiesenvögeln wie Bekassine und Braunkehlchen genügend Schutz und reichhaltige Nahrung für die Aufzucht ihrer Küken.

2016 hatten wir die Gelegenheit, 25 Hektar Land im Bereich Vorwerk bei Demmin zu kaufen. 177 Hektar geschützter Wald, Feuchtgebiet und Wiesen befinden sich hier bereits in der Hand der NABU-Stiftung. Als neue Eigentümer etablierten wir eine extensive Beweidung der feuchten, peenenahen und der trockeneren, peenefernen Wiesen. Denn viele empfindliche Pflanzenarten, zahlreiche Insektenarten und bedrohte Wiesenbrüter waren durch die jahrelange intensive Nutzung der Wiesen verdrängt worden. Heute werden rund 80 Hektar bei Demmin von einem Landwirt in Mutterkuhhaltung beweidet. Mit dieser Nutzung haben Wiesenbrüter wieder eine Chance zur erfolgreichen Brut. Auch die Vielfalt an Gräsern, Kräutern und Insekten kann sich wieder entwickeln. Mit dem Kauf der neuen Flächen konnten wir das Beweidungsprojekt vergrößern und so für Feldlerche, Neuntöter und Wiesenweihe einen weiteren Schutzraum entlang der Peene schaffen.

2023 sicherte die NABU-Stiftung weitere fast 30 weitere Hektar an der Peene bei Quilow, um bestehende Lücken zu schließen und zusammenhängende Moorwiesen zu schaffen.

Peenetal

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Im Steckbrief erfahren Sie mehr über das Flusstalmoor an der Peene.

Jonas Arndt
Jonas Arndt
Schutzgebietsmanagement Meck.-Pom., A&E-Maßnahmen
030 - 235 939 182
Jonas.Arndt@NABU.de

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Im Flusstalmoor der Peene in Mecklenburg-Vorpommern nahmen wir 2023 fast 30 Hektar Land in Stiftungsobhut, um damit wertvolle Moorwiesen einzutauschen. So können wir eine artenreiche Wiesenlandschaft an der Peene entstehen lassen.

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