Renaturierungsprojekt am Ziemenbach
Es wird nass
Seit September 2026 verschließen wir Entwässerungsgräben auf rund 20 Hektar Moorwiesen am Ziemenbach in Mecklenburg-Vorpommern. Damit helfen wir Blaukehlchen, Moorfrosch und dem Klima.

7. Oktober 2026 – In diesen Tagen rollen Bagger über unsere Wiesen im Ziemenbachtal und verschließen alte Gräben. Schon während der Arbeiten stieg das Grundwasser an mehreren Stellen sichtbar an und bremst so das weitere Austrocknen der Moorwiesen. Davon profitieren auch schützenswerte Vogelarten wie Blaukehlchen und Bekassine. Im September begann die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe mit der Renaturierung der ersten Flächen. Bis Mitte Oktober wollen wir insgesamt rund 20 Hektar wiedervernässen.

Baggern für Natur und Klima
Der Ziemenbach ist ein kleines Fließgewässer im Einzugsgebiet der Peene, das zum großen Teil begradigt und vertieft wurde. In der angrenzenden Moorniederung entweichen durch die Entwässerung erhebliche Mengen klimaschädlicher Treibhausgase. Nachdem wir einen Teil des Ziemenbachs bereits naturnaher gestaltet haben, arbeiten wir aktuell daran, die trockengefallenen Moorwiesen am Unterlauf des Baches wieder mit ausreichend Wasser zu versorgen: Bagger tragen an einigen Stellen den Moorboden flach ab und verfüllen damit die Entwässerungsgräben. Der stark zersetzte obere Torfboden eignet sich ideal, um die Gräben zu schließen und das Grundwasser in den Moorwiesen zu halten. So stoppen wir die weitere Torfzersetzung der Böden und reduzieren die Freisetzung von Treibhausgasen. Dort, wo die Bagger Oberboden entnehmen, entstehen kleine Flachgewässer, in die Amphibien wie der Moorfrosch einziehen können. Auch Blaukehlchen, Heidelibelle und viele andere typische Moorbewohner werden die nassen Wiesen im kommenden Frühjahr schnell wieder zurückerobern.
Renaturierung im Ziemenbachtal
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