Torfmoose im Ahlen-Falkenberger Moor
Ohne Moos nix los
In Niedersachsen setzt die NABU-Stiftung zusammen mit dem NABU-Bundesverband die europaweit größte Renaturierung eines landwirtschaftlich genutzten Hochmoors bei Cuxhaven um. Auf einer Schaufläche dürfen Torfmoose seit dem Herbst 2025 bereits wieder wachsen.

12. Dezember 2025 - Torfmoose gelten als die „Baumeister“ der Moore. Jährlich wachsen sie bis zu 10 Zentimeter in die Höhe, während ihre unteren Teile absterben und sich über Jahrzehnte zu Torf verwandeln. Im Ahlen-Falkenberger Moor bedeckten sie einst wie ein dichter Teppich die Hochmoorflächen, bis man diese im 20. Jahrhundert für den Torfabbau und die land- und forstwirtschaftliche Nutzung trockenlegte. Seit dem Herbst 2025 dürfen auf einer 1,5 Hektar großen Schaufläche im Ahlenmoor wieder verschiedene Torfmoosarten gedeihen, die NABU-Ehrenamtliche sowie Mitarbeiter von REWE, Kooperationspartner des NABU-Klimafonds, auf die wiedervernässten Flächen ausbrachten.

Schritt für Schritt zum „Klimamoor“
In den nächsten 20 Jahren wollen wir mit Mitteln des NABU-Klimafonds rund 200 Hektar des Ahlenmoors wiederbeleben. Seit 2024 läuft die Sanierung der ersten 15 Hektar. Dabei wird als Erstes der Oberboden abgetragen, der durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung belastet ist und das Wachstum der Torfmoose hemmen würde. Danach verschließen wir Entwässerungsgräben und schütten Erdwälle auf, um das Wasser zurückzuhalten. Später bringen wir Torfmoose und andere typische Moorpflanzen auf den wiedervernässten Flächen aus. Für die Vermehrung der Torfmoose haben wir bereits Anzuchtflächen angelegt, die jedoch noch zu jung für die Ernte sind. Für die Schaufläche nutzten wir daher Torfmoospflanzen von einem Produzenten aus dem Emsland.
