Naturparadiese in Niedersachsen
Das Ahlen-Falkenberger Moor

Das Ahlen-Falkenberger Moor (kurz: Ahlenmoor) bei Cuxhaven gehörte ursprünglich mit rund 40 Quadratkilometern zu den größten Mooren Niedersachsens. Neben weiten Moorflächen umfasst es auch bewaldete Teile sowie Wasserflächen des Dahlemer, Halemer und Flögelner Sees. Aufgrund großflächiger Entwässerungen gibt es hier nur noch wenige naturnahe Hochmoorreste. Mit Mitteln des NABU-Klimafonds wollen wir rund 200 Hektar Moorflächen direkt am Schutzgebiet wiederbeleben. Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe übernimmt die notwendigen Flächenkäufe und unterstützt das Moorschutzprojekt.
Moorlandschaft auf dem Trockenen
Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war das Ahlenmoor eine weite, fast baumlose Moorlandschaft, die von Torfmoosen, Heidekraut, Pfeifen- und Wollgräsern bewachsen war. Birkhühner waren typische Bewohner und zeigten jedes Frühjahr ihr charakteristisches Schauspiel auf den Balzplätzen. Im 20. Jahrhundert begann die großflächige Kultivierung des Ahlenmoors, indem das Moor für die Grünlandnutzung und den industriellen Torfabbau trockengelegt wurde. Heute bieten nur wenige Teilflächen ein naturnahes Bild. Die trockengelegten Moorflächen geben Treibhausgase in großen Mengen in die Atmosphäre ab und heizen das Klima zusätzlich auf. Die Wiedervernässung der Flächen im Ahlenmoor ist daher auch ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz.
Gemeinsam 200 Hektar Moor wiederbeleben
Rund 200 Hektar im Ahlenmoor wollen wir wieder zu einem wachsenden Hochmoor entwickeln und damit als „Klimamoor“ sichern. Ursprünglich wollte ein Unternehmen der Erden- und Substratindustrie diese für die Landwirtschaft nur eingeschränkt nutzbaren Flächen erwerben, um Torf abzubauen. Auf Initiative des NABU und anderer Beteiligter wurden erfolgreich Gespräche mit dem Unternehmen geführt und anstelle des Torfabbaus ein Natur- und Klimaschutzprojekt beschlossen, das in Europa einzigartig ist. Mittlerweile sind bereits rund 160 Hektar im Eigentum der NABU-Stiftung. Seit dem Herbst 2025 verhandeln wir über den Kauf von weiteren rund 50 Hektar Grünland im Ahlen-Falkenberger Moor in Niedersachsen, mit dem wir das Moorschutzprojekt erheblich vergrößern können.
2024 startete die Sanierung der ersten 15 Hektar: Dabei wird der durch die landwirtschaftliche Nutzung degradierte und verunreinigte Oberboden soweit abgetragen, dass Torfmoose auf den Moorflächen wieder angesiedelt werden können. Ein Teil des abgetragenen Materials wird für den künftigen Bau von Erdwällen und die Schließung von Entwässerungsgräben genutzt, um das Wasser besser im Gebiet zu halten. Später werden die Projektflächen mit Torfmoosen und weiteren moortypischen Begleitpflanzen „beimpft“. Dafür haben wir mit tatkräftiger Unterstützung der Ehrenamtlichen vom NABU Land Hadeln Anzuchtflächen für Torfmoose angelegt, die nach etwa zwei Jahren geerntet werden. Bei der Moorrenaturierung fließen jahrelange Erfahrungen in der Wiedervernässung von Moorflächen und der Vermehrung von Torfmoosen ein.
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Ahlen-Falkenberger Moor
Im Steckbrief erhalten Sie Informationen zum Moorgebiet, der dort stattfindenden Renaturierung und welche Arten hier bald wieder vorkommen sollen.













