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Vogeleldorado im Westhavelland

Vogeleldorado im Westhavelland

Die NABU-Stiftung bewahrt den Gülper See als Naturparadies

Die NABU-Stiftung setzt sich für die dauerhafte Bewahrung des Gülper Sees als Naturparadies und wertvollen Rastplatz für ziehende Vögel ein. Jedes Jahr nutzen Zehntausende Gänse, Kraniche, Enten und Watvögel den Gülper See zur Rast auf ihrem kräftezehrenden Vogelzügen.

Gülper See

Herbstlicher Gänsezug am Gülper See

Am 29. Januar 2010 übernahm die NABU-Stiftung im Naturschutzgebiet „Gülper See“ rund 665 Hektar aus dem Flächenpool des Nationalen Naturerbes. Neben dem Gülper See selbst gehören Feuchtgrünland, Röhricht und Weidengebüsche in der östlich des Sees gelegenen Senke zum NABU-Eigentum. Zum Gebietsmanagement der NABU-Stiftung gehört die Fortführung einer naturschutzfachlich sinnvollen Nutzung des Extensivgrünlandes und die Unterbindung störender Einwirkungen auf das Gebiet.
Um ihr Flächeneigentum insgesondere in den östlich des Sees gelegenen Wiesen am Mühlenrhin zu arrondieren, erwirbt sie weitere Flächen aus privater Hand. Seit 2010 wird sie dabei von der Derk-Ehlert-Stiftung unterstützt.

Der Gülper See liegt in der Gebietskulisse des Gewässerrandstreifenprojektes Untere Havelniederung, mit dem der NABU Bundesverband die Untere Havel im Abschnitt zwischen Pritzerbe und Gnevsdorf bis 2018 renaturiert.

Steckbrief Naturschutzgebiet Gülper See

Das Naturschutzgebiet Gülper See

Das Naturschutzgebiet Gülper See gehört seit seiner Ausweisung 1967 zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands. Es liegt im größten zusammenhängenden Binnenfeuchtgebiet Mitteleuropas, der Unteren Havelniederung. Das Gebiet schützt den durchschnittlich nur 1,5 Meter flachen Gülper See und seine artenreichen Verlandungszonen sowie die Rhinaue und den Rhin, der den Gülper See durchfließt.

Gülper See

Rinder am Gülper See

Floristisch sind die großflächigen Niedermoorverlandungen der Rhinaue und des westlichen Ausflusses des Rhins zur Havel mit ihren vollständig vorhandenen Flachmoor-Verlandungsgesellschaften hervorzuheben. Neben dem meist nur extensiv genutzten, artenreichen Feuchtgrünland existieren auf sandigen Kuppen Halbtrocken- und Magerrasen.
Faunistisch ist das Gebiet europaweit für seine außerordentliche Bedeutung als Rast-, Nahrungs- und Brutgebiet für Wasser- und Watvögel bekannt und stellt einen beliebten Pilgerort für Ornithologen dar. Der See ist zudem für gefährdete Fischarten überregional bedeutsam. Allerdings nimmt der Bestand aufgrund der durch den Menschen verursachten steigenden Nährstoffzufuhr stetig ab.

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