Hirschkäfer - Foto: Bernhard Frey
Schenkenberg
Ein Wald für den König der Käfer
Im Naturschutzgebiet Schenkenberg, 40 Kilometer südlich von Weimar, lebt der bedrohte Hirschkäfer. Hier findet er noch die Ruhe, um sich zu seiner vollen Pracht zu entwickeln. Auch andere seltene Arten wie der gefährdete Sechzehnfleckige Marienkäfer oder der gefährdete Eichen-Zahnspinner, ein Nachtfalter, der vor allem auf Eichen lebt, sind in den lichten Eichenwäldern heimisch. Seit 2015 bewahrt die NABU-Stiftung am Schenkenberg fünf Hektar Laubmischwald und Kiefernbestände, damit sie sich in artenreiche Naturwälder entwickeln können.
NABU-Stiftung aktiv
In den älteren Hirschkäferwiegen, die bereits 2016 angelegt wurden, sind bereit Larven und Käfer geschlüpft. - Foto: Rainer Hämmerling
In Obhut der NABU-Stiftung verwandeln sich die Waldflächen am Schenkenberg zu naturnahen Laubmischwäldern, in denen der Hirschkäfer und andere seltene Arten optimale Lebensbedingungen finden. Altholz bleibt stehen, statt gefällt zu werden, und Laubbäume dürfen ungestört wachsen. In jungen Kiefernbeständen legen wir Hirschkäferwiegen an, die den Larven als Kinderstube dienen. Diese künstlichen Bruthilfen imitieren alte Wurzelstöcke und bieten dem Hirschkäfer in jungen, totholzarmen Wäldern wichtigen Ersatzlebensraum. Dafür werden an sonnigen Stellen Gruben ausgehoben und Kiefern- und Eichenstämme pyramidenförmig eingegraben. Die Hohlräume füllt man anschließend mit Sägemehl. In den älteren Käferwiegen sind bereits Larven geschlüpft – ein gutes Zeichen, dass die Bruthilfen dem Hirschkäfer am Schenkenberg helfen.
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Der NABU-Stiftungswald am Schenkenberg bei Weimar ist Heimat für viele seltene Waldbewohner. Im April 2026 kartierten Ehrenamtliche 46 Nachtfalterarten, darunter viele auf Eichen spezialisierte Arten wie den gefährdeten Eichen-Zahnspinner. Mehr →
Der imposante Hirschkäfer braucht alte, totholzreiche Wälder, doch die sind selten geworden. Am thüringischen Schenkenberg lässt die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe neue Hirschkäferwiegen entstehen, damit die kleinen Giganten auch künftig hier kämpfen können. Mehr →
